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CulturBooks

»E-Literatur abseits des Mainstreams«, so steht es in der Twitter-Bio des CulturBooks-Twitteraccounts. CulturBooks ist ein E-Book-Verlag, der von Jan Karsten und Zoë Beck seit Herbst 2013 geführt wird. Ihm liegt die Idee zugrunde, Texte von AutorInnen zu publizieren, die auch den VerlegerInnen selbst gefallen. Erst wenn beide voll hinter einem Titel stehen, nehmen sie ihn ins Programm auf. Die Idee dahinter ist also, dass sich das Publikum die Texte des Verlags selbst erobert. Veröffentlicht werden Originale und Ersterscheinungen. Darüber hinaus wird im Print Vergriffenes verfügbar gemacht.

Die Texte und Bücher changieren dabei zwischen verschiedenen Genres, wie klassischer Kriminalliteratur, Erzählungen über den Kalten Krieg oder Gegenwartsliteratur. Neben digitalen Neuauflagen der »Kriminalromane aus dem 87. Revier« von Ed McBain, stehen AutorInnen wie Monika Geier (»Nepal sehen.«) und Christine Lehmann (»Pferdekuss.«). Handverlesene Titel, die bereits gedruckt wurden, stehen so neben unentdeckten Debüts, welche in Ruhe von den LeserInnen entdeckt werden können.

In der Kategorie ebooks auf der Verlagsseite werden die einzelnen Unterteilungen von Single, Maxi, Longplayer und Album erklärt.

 

»Das Zigarettenmädchen« von Ratih Kumala

Ratih Kumala: „Das Zigarettenmädchen“ CulturBooks, 308 Seiten, 11,99 Euro
Ratih Kumala: „Das Zigarettenmädchen“ CulturBooks, 308 Seiten, 11,99 Euro

»Eines Tages wirst du überlegen müssen, wie es zu machen ist, dass alle unsere Zigaretten kaufen, auch wenn sie teuer sind. Eines Tages wirst du in diesem Lager Tabak einkaufen, und der Besitzer der Plantage wird dich höchstpersönlich bedienen, ja?«
Tegar schwieg weiter, während er über Vaters Worte nachdachte. Vater schien zu ahnen, worüber Tegar grübelte und bot ihm eine Djagad Raja an.

»Am besten kannst du nachdenken, wenn du dabei rauchst.«

Der im Sterben liegende Vater und Zigarettenbaron Pak Raja flüstert immer wieder einen Namen – Jeng Yah. Es ist der Name einer verflossenen Liebschaft und einer Geschichte, die weit bis vor seiner Geburt zurückreicht. In dem Buch »Das Zigarettenmädchen« wird der märchenhafte Aufstieg einer indonesischen Familiendynastie erzählt, welche im Zigarettengeschäft tätig ist. Die drei Söhne von Pak Raja, so unterschiedlich sie in ihren Begabungen sind, wollen dem Wunsch des Vaters entsprechen und Jeng Yah suchen. Was aber hat es mit dieser Frau auf sich, über die ihre Mutter vor Wut und Eifersucht nicht reden will?

Die Reise startet in einem Jakarta der Gegenwart und führt die Brüder in eine Vergangenheit, in der es schon als ungeheuerlich galt, wenn eine Frau sich den kleinstädtischen Traditionen widersetzte. Zu Beginn waren da zwei befreundete Halbwüchsige, welche um ein schönes Mädchen buhlten. Aber sie stritten nicht nur um dieses Mädchen, sondern sahen sich auch Zeit ihres Lebens als Konkurrenten. Es ist eine Geschichte von Verrat, Liebe und erbitterter Eifersucht, erzählt über mehrere Generationen. »Das Zigarettenmädchen«, der fünfte Roman der indonesischen Autorin Ratih Kumala, ist eine Geschichte über zwei Gründer von Zigarettenfabriken und die Entwicklung der Tabakindustrie, die das Land bis heute nachhaltig prägt. Dabei webt sie die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe der jungen Republik ein, vom Ende der niederländischen Kolonialherrschaft und der Invasion der Japaner über die Massenmorde an den Kommunisten bis hin zum heutigen Indonesien.
»Das Zigarettenmädchen« ist inzwischen auch als Printbuch erhältlich.

Ratih Kumala im Gespräch

CulturBooks

Ratih Kumala wird in Frankfurt sein und aus ihrem Buch lesen:

Buchreleaseparty: Frankfurt, Restaurant Odyssee, 15. Oktober, 19:00 Uhr, Link
Frankfurt, Buchmesse, 14. Oktober, 17:30 Uhr, Leseinsel der unabhängigen Verlage
Frankfurt, Buchmesse, 15. Oktober, 16:00 Uhr, Orbanism Space, Halle 4.1, B73
Frankfurt, Buchmesse, 16. Oktober, 14:00 Uhr, Gramedia, Halle 5.0, D44
Frankfurt, Weltenleser Buchhandlung, 17. Oktober, 12:00 Uhr, Oeder Weg 40,
Solms, Taunushalle, 17. Oktober, 19:00 Uhr, Oberndorfer Str. 20
Frankfurt, Buchmesse, 18. Oktober, 12:30 Uhr, Orbanism Space, Halle 4.1, B73

 

Heike Hellebrand

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